Jamie Oliver
– vielen als Starkoch und durch seine Kochbücher bekannt, setzte sich in den letzten Jahren vermehrt für gesundes Essen an britischen Schulen ein.
Er erzielte großen Erfolg mit seiner Kampagne Feed me better! (im Fernsehen unter dem Titel: Jamie's School Dinners). In dieser Kampagne machte er auf die Situation in den Schulküchen Großbritanniens aufmerksam und sammelte 241.000 Unterschriften dafür, dass an den Schulen nahrhaftes und gesundes Essen angeboten wird.
Im Zuge der Kampagne versprach daraufhin die Labour-Regierung, zusätzliche 280 Mio. Pfund zur Verfügung zu stellen.
Ernährungsexperten hatten auf die ungesunde die Fastfoodkost der Schulen schon lange hingewiesen – jedoch relativ erfolglos. Erst durch die Reality-Show Jamie's School Dinners wurde auch so manchem Elternteil bewusst, was der school lunch ihrer Kinder enthielt: keine Vitamine, dafür viel Salz, viel Zucker und viel zuviel Fett. Die bislang als kindgerecht erachteten Turkey Twizzlers, zu Spiralen geformte Truthahnbratwürste, wurden zum Symbol schlechter Ernährung.
In seiner Show kochte Jamie Oliver hinter dem Schultresen selbst Gesundes. Einfache Rezepte wie Balsamico-Rinderstew an Salat oder Spaghetti mit Tomatensoße waren dabei unter anderem seine Empfehlungen für die Art des Schulessens. Junge Fernsehzuschauer dagegen schockte er, indem er die unappetitlichen Zutaten ihres Leibgerichts Chicken Nuggets vorführte.
Dabei wurde auch gezeigt, dass viele Schulen weniger als 40 Pence (60 Cent) pro Essen ausgeben, dass manche Kinder nicht wissen, wie man Besteck benutzt, und dass 13-Jährige kein Gemüse kennen.
Schon jetzt haben viele Schulen Brause- gegen Wasserautomaten ausgetauscht, Salatbars eingerichtet und lustig geformtes Frittiergut wie Potato Smiles oder Turkey Dinosaurs vom Speiseplan gekippt.
Seit nicht mehr alles aus der Friteuse kommt, flüchten jedoch viele Kinder in der Pause zu mobilen Frittenbuden, die sich gern in der Nähe der Bildungsanstalten postieren. Ein anderes Problem sind Langzeitverträge der Schulen mit Cateringfirmen, die nicht oder nur schwer aufzuheben sind.
Vom Rummel um das Schulessen verunsichert, geben viele Eltern ihren Kindern nun lieber Lunchpakete mit, die aber oft Schokolade und Chipstüten enthalten oder bringen ihnen in der Pause fast food auf den Schulhof.
Jamie Oliver wurde im Mai 2006 für die Kampagne für seine Webseite und die Aktivitäten zur Kampagne Feed me better! mit dem Preis: The People's Voice Award (Webby) ausgezeichnet.
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http://www.jamieoliver.com/schooldinners
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